Out of Ideas
**Minenfeld der Gesellschaft**

Gesellschaftlich ins Aus gestellt.

Ich bin wütend...
Allgemein auf diese Gesellschaft...!

Nehmen wir nun Menschen wie mich. Menschen die sich versuchen eine Identität aufzubauen, weil sie nicht wissen wo sie stehen. Menschen die wissen, dass sie sich nicht anpassen wollen, oder vielleicht nicht können.

Ich bin jemand, die sich selbst nicht kennt. Die sich selbst ins Gesicht blickt, und nicht weiß in welche Augen sie da wirklich schaut.
Um mich ein bisschen mehr zu ertragen, um mir ein Gesicht aufzubauen, mich zu formen zu gestalten, habe ich mir Piercings machen lassen. Ich habe es nicht einfach so gemacht. Meine Piercings gehören zu mir. Sie sind ein Teil von mir. Es ist nicht einfach nur ein Stück Metall was irgendwo durchgestochen wurde. Zu einer Zeit, waren es vielleicht Puzzle-teile, die noch fehlten. Das Puzzle zu meinem ICH, habe ich noch lange nicht beendet. Allerdings wird die Fertigstellung gehindert, von unserer tollen engstirnigen Gesellschaft.

Ich versuche zur Zeit weiter zu kommen im Leben. Ich suche nach Praktika´s, damit ich mich vielleicht bald mal auf eine Ausbildung einlassen kann. Ich bin ein Einzelkämpfer, so fühle ich mich zumindest sehr oft. Allerdings, wenn man im Leben weiter kommen will, muss man sich anpassen. Zu einem gewissen Punkt, bin ich dazu auch vollkommen bereit. Aber es gibt Punkte, die ich als ungerecht empfinde. Momente und Situationen die mich in meinem „Sein“ beeinträchtigen.

Piercings und Tattoo´s sind für die Gesellschaft immer noch, ab einem bestimmten Punkt, ein riesen TABU! Nicht jeder, der ein Stück Metall, oder Farbe auf der Haut hat, kann es sich erlauben in einem Piercing -studio zu arbeiten, da das gewisse Talent dafür fehlt. Da gibt es eben Menschen mit Metall am Körper, die in „normalen“ Berufen arbeiten müssen, und auch wollen. Berufe, in denen man mit Kunden in Kontakt kommt. Ich brauche Menschen um mich herum, nur leider gibt es dann die Sorte Mensch, die einem jedes Recht auf „Individualität“ nehmen.

Wenn ich mich betrachte...Ein Mädchen mit gefärbten Haaren, Piercing´s, Tattoo, Übergewicht und mit 21 keine Ausbildung, und dazu einen ziemlich ungünstigen Lebenslauf.

Ja...ich bin ein NIEMAND, ein NICHTS in dieser Gesellschaft.

Das brauch jetzt auch keiner schön reden. Es ist eine Tatsache, mit der ich jeden Tag aufs neue konfrontiert werde.

Mir geht es nicht darum mit meinem Äußeren zu provozieren, wenn sich jemand angegriffen fühlt, dann ist es in dem Moment sein Problem.

Ich versuche mich schlicht und ergreifend abzugrenzen...! Aber damit schneide ich mir mal wieder ins eigenen Fleisch. Denn jeder Versuch, sich auf diese Art und Weise abzugrenzen, katapultiert mich immer weiter, Stück für Stück, ins Aus unserer Gesellschaft.

Wenn ich darauf schaue welche Talente ich vielleicht besitze, welche Berufe für mich in Frage kommen, und ich merke, es führt kein Weg dran vorbei, dass ich mich von meiner aufgebauten Identität wieder ein Stück trennen muss, dann macht mich das wütend.

Wenn ich mich nächste Woche in einem Laden vorstellen muss, dann werde ich mich von 2 Piercings trennen müssen, wenn ich eine klitzekleine Chance haben will, auf eine Praktikumsstelle, wo ich als „Nicht-Schüler“ so oder so schon sehr schlechte Karten habe. Ich weiß, dass mir nichts anderes übrig bleibt. Und ich weiß auch, dass sich unsere Gesellschaft in der Hinsicht niemals ändern wird. Aber ich finde es nicht in Ordnung, dass den Menschen die Chance genommen wird, sich selbst zu finden und zu entfalten, eben auf ihre spezielle Art und Weise.

Jetzt bin ich nicht nur ein NIEMAND für die Gesellschaft. Nein jetzt bin ich auch wieder ein NIEMAND für mich selbst, weil 2 Puzzle -teile wieder entnommen werden, aus einem riesen Bild, dass immer, ein ganzes Leben lang, in Bearbeitung bleibt.

Allerdings habe ich noch nicht mal einen Grundriss geschaffen, weil mir immer jemand Teile entreißt.

Ich kann nicht schlafen, weil ich nicht zur Ruhe komme.

Ich kann keine Ruhe finden, wenn ich jeden Tag aufs Neue, das Gefühl habe, durch ein Minenfeld laufen zu müssen.

Durch das Minenfeld der Gesellschaft.

 

5.5.10 02:00


**Gedankenzirkus**

Cold

Ist es die Kälte die in mir ruht?
Ist es die Sehnsucht, die verliert den Mut?
Ist es die klitzekleine Träne im Gesicht,
die mir den Blick verwischt?


Marionettentheater

Marionettentheater in meiner Welt.
Marionettentheater, wo der letzte Faden fällt.
Marionettentheater ohne Drehbuch.
Marionettentheater wird zum Fluch.


Eisige Tropfen

Eisige Tropfen an den Wimpern.
Augen können nicht mehr klimpern.
Eisige Tropfen versperren den Blick.
Eisige Tropfen glänzen ganz Schick.


Schmetterling

Kleiner schwarzer Schmetterling,
komm doch und flieg zu mir hin.
Kleiner schwarzer Schmetterling,
bist du der, den sie einfing?


Einsames Mädchen

Einsames Mädchen mit traurigen Blick.
Einsames Mädchen isst sich ganz dick.
Einsames Mädchen sucht sich den Halt.
Einsames Mädchen sucht bis es knallt.

 

 

 

©Einsames.Sternenkind

 

 

 


 

2.5.10 15:27


**Ungerechtigkeit**

Mit Ungerechtigkeiten kann man sich abfinden, oder eher, man MUSS sich damit abfinden, ob man will oder nicht.

2006 führte mein Weg mich das erste mal zu Personen, bei denen ich Hilfe finden konnte. Die Jugendberatungsstelle war damals mein einziger Halt.

Als Anke damals, 2008, aufhörte dort zu arbeiten verlor ich den Halt.

Mai 2007 war ich das erste mal für länger in einer Klinik. Nach einem Monat brach ich ab, weil ich einfach überfordert war, mit all den Informationen die ich bekam, über mich.

Als meine Vertrauensperson mich fallen lies, ging ich wieder zurück...nochmal für 2 Monate. Es war quasi unter Zwang, sonst hätte ich nicht zu Anke zurück gedurft...!

Mai 2008 kam dann der Suizidversuch. 6 Monate Klinik. Bis ich „rausgeschmissen“ wurde, weil ich eine eigene Meinung entwickelt habe, und versuchte eigene Entscheidungen zu treffen.

Zwischendurch 2008 lernte ich Frau Weber kennen...Im Erstgespräch sagte sie mir, dass ich ihr wohl zu anstrengend bin. Da hatte sich die Sache für mich natürlich erledigt.

Oktober 2008 kam ich dann zu meiner jetzigen Psychologin.

Bis Ende Mai 2010 werde ich noch bei ihr sein, dann ist diese Therapie beendet, dank meiner Krankenkasse. Wir konnten quasi nicht richtig arbeiten, weil wir auch mehr damit beschäftigt waren um den Therapieplatz zu kämpfen als alles andere.

Kann man verstehen, dass ich erstmal keine Lust mehr habe auf Therapie?

Entweder ich war zu anstrengend, oder ich wurde rum gereicht, oder rausgeschmissen.

Ich will nicht mehr der Sündenbock sein, mit dem man alles machen kann...den man rumschubsen kann, wie es einem grad in den Kram passt...!

Vielleicht ist das ein gewisser Trotz...aber ich kann das so nicht mehr...

Ich bin froh, dass ich im Mai noch bei meiner Psychologin bin...
Weil der Mai, ein scheiß Monat ist...ein Monat vor dem ich riesige Angst habe...

Immer wenn was passiert, dann ist es im Mai gewesen...

Und nein...ich bin lange nicht mehr so cool, wie ich nach außen hin tue...

Und mich belastet das mehr, als ich zugeben will, was die letzten Jahre im Mai gewesen ist...

Ich bin gespannt, ob ich diesen Mai, wieder dem Tod von der Schüppe springe...

Ich hoffe...und ja ich bete (auch wenn ich nicht dran glaube)...dass ich diesmal unbeschadet, aus diesem scheiß Monat raus komme.....

Ich habe Angst...aber ich muss dadurch...

Am 17.05. könnte ich rein theoretisch einen Tagesklinikplatz haben...den sage ich ab...

Ich will auch nicht mehr im Mai, in einer scheiß Klinik sitzen...

Ich hab keinen Bock mehr da drauf...

Es macht mich wahnsinnig... :-(

1.5.10 18:47


**Neues verdrängt Altes**

Tja...mal sehen wie die heutige Therapiestunde ausgeht.

Ich habe mit J. und S geredet, wir waren uns eigentlich einig, dass größere Abstände zwischen den Therapiestunden gut wären, und ich ne Therapiepause einlegen werde.


Momentan geht mir Therapie auch einfach nur noch auf den Sack.

Die Tagesklinik werde ich wahrscheinlich auch absagen, ich habe so gar kein Bedürfnis danach zur Zeit.


Und wenn es mir ganz schlecht gehen sollte, dann habe ich noch J und S, und natürlich noch Herr A, mein Psychiater...


Vielleicht tut mir das auch einfach mal ganz gut.


Ich hab am Montag ein Praktikum begonnen.

Die 3 Wochen Therapiepause taten mir auch gut.


Nicht jede Woche reden müssen. Nicht alles aufwirbeln, was auch mal ruhen muss.


Mal sehen was meine Psychologin später dazu sagen wird.


Etwas unsicher bin ich natürlich...aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder wie war das?


Ich werde jetzt weiter putzen und aufräumen.

23.4.10 02:36


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