Out of Ideas

Selbsthass

Selbsthass ist sehr viel häufiger, als wir gemeinhin glauben. Er äußert sich durch Symptome und Verhaltensweisen, bei denen wir dies teilweise nie vermuten würden, wie:

     Negative Erwartungen,
     ein negatives ("realistisches" Selbstbild,
     starke Stimmungsschwankungen,
     Depressionen,
     Neigung zu Schuldgefühlen,
     Suchtverhalten
     hohe Erwartungen, und Perfektionismus,
     hohe Leistungsansprüche an sich selbst,
     ständig wechselnde Ziele,
     Selbstzweifel und Unfähigkeit, sich zu
        entscheiden,
     sich um Freude bringen (joykiller),
     in der Zukunft oder in der Vergangenheit
        leben. 

Selbsthass hängt immer damit zusammen, dass wir uns gegen unser inneres Selbst wenden Es ist einzige Quelle von Sicherheit, die wir haben. Wir passen uns den Ansprüchen der „Anderen" unserer Umwelt an, oder versuchen es zumindestens. Selbsthassende Haltungen werden ursprünglich entwickelt als Anpassung, zum eigenen Schutz und um der eigenen Familie zu helfen, also aus einer konstruktiven Haltung und mit guter Absicht.

Überforderung in der Kindheit und Jugend führt später zur Selbstüberforderung, beispielsweise zum Perfektionismus oder zu ständigen inneren  "Sollgefühlen" (Schuldgefühlen) und damit zur Versagungsangst. Die Folge ist noch stärkere Selbstüberforderung (der Versuch mich (es) "in den Griff zu kriegen" und Selbsthass ("ich genüge nie, ich werde mich dazu zwingen". Kinder wollen ihrer Familie helfen, opfern dafür innere Freiheit und Autonomie und überfordern sich selbst.

Selbsthass und Selbstentfremdung ist das destruktive Prinzip überhaupt. Das Gegenmittel zum Selbsthass ist Mitgefühl und unverrückbare Solidarität mit sich selbst und den eigenen Gefühlen, Verständnis für sich (warum bin ich so geworden?), im Sicht-Selbst-Fühlen (Selbstgefühl), weiterhin klares Erkennen und Zuordnen von Zuständigkeiten. Gefühle, wenn sie nicht unterdrückt werden, sind nie destruktiv. Eng mit Selbstentfremdung vorhanden sind die Meinungen, die wir über uns selbst haben, was wir glauben wer wir sind (z.B. ich bin unzuverlässig /zuverlässig, nicht o.k./ im Grunde in Ordnung etc., sportlich/unsportlich).
 
Wir erwarten häufig viel von den anderen und wenig Gutes von uns selbst. In Wahrheit jedoch ist sehr viel Sehnsucht die wir haben, ohne dass wir es ahnen, Sehnsucht nach uns selbst
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